Austermann und Althaus mit Torriecher

Münster – Finale! Und alles ist wieder vorbei. Ganz am Ende – es ging verschärft in Richtung Mitternacht – wurden gestern Abend die Allerbesten ausgezeichnet. Mit den Pokalen der Westfälischen Nachrichten, mit dem Applaus der Zuschauer und mit der Anerkennung der Kollegen. Und natürlich mit der Gewissheit, dass sie ein tolles Turnier gespielt haben.

Bei den B-Junioren eroberte sich Julian Austermann die Torjägerkrone. Der Handorfer erzielte neun Treffer und war damit allein vorne. Leon Brouwer (SC Münster 08) wurde zum besten Torhüter gewählt. Und als bester Spieler wurde Tobias Nubbemeyer (1. FC Gievenbeck) ausgezeichnet.

Bei den A-Junioren gab es eine Überraschung, da sich ein Spieler die
Torjägerwertung sicherte, der am Finaltag gar nicht mehr dabei war.
Friedrich Althaus von Eintracht Münster lag am Montag mit sieben
Treffern vorn, er wurde auch gestern nicht mehr erreicht und freute
sich diebisch über seinen Triumph. Toll waren die Leistungen von Colin
Schulz im Tor des VfL Wolbeck. Absolut nachvollziehbar, dass er zum
besten Keeper dieses Turniers gewählt wurde. Die Jury, bestehend aus
den Trainern aller Mannschaften, entschied sich für Gugielmo Maddente
vom SC Preußen Münster als den besten Spieler. Auch diese Entscheidung
wurde mit freundlichem Applaus der Zuschauer als richtig anerkannt.


Spitze
waren sicherlich auch die Zuschauerzahlen: 4506 Besucher kamen
insgesamt zu den Stadtmeisterschaften der Junioren, allein gestern
Abend waren 1894 Gäste am Berg Fidel. Mehr als beeindruckend. Und
einmal mehr ein Beweis, dass der Fußball unterm Dach in Münster eine
erstaunliche Resonanz erzielt. Erklären kann das so niemand richtig.

Nicht
so schön waren die Reaktionen mancher Fans, die ihr Leergut auf dem
großen Parkett abgaben, das alles mit Bananenschalen dekorierten und
sich auch schon mal von Feuerzeugen trennten. Die Schiedsrichter
übernahmen die Aufräumarbeiten.

Leid konnte einem der Torhüter
tun, der mit dem Ball ein wenig aus dem Torraum rutschte und „rot“
bekam. Ebenfalls Mitleid gebührt dem Schlussmann, der eine harmlose
Abwehraktion des gegnerischen Keepers durch die Hand rutschen ließ und
sich daraufhin direkt auswechselte und auf der Stelle das Parkett
verließ. Und rekordverdächtig sicherlich die Partie der Handorfer
A-Jugend gegen den 1. FC Gievenbeck, als es gleich drei Rote Karten
gegen den TSV gab. Die Übeltäter deckten die Palette der Übertretungen
ab: Handspiel, Foulspiel und Schiedsrichter-Beleidigung.

(c) 06.01.2010 Westfälische Nachrichten, Michael Schulte