Knipser im Pech: Sieben Tore und raus

Althaus-Gala ohne Happy-EndMünster – Schade eigentlich, aber auf ein Highlight wird das A-Junioren-Turnier am heutigen Finaltag leider verzichten müssen. Eine Fortsetzung der „One-man-show“ des Friedrich Althaus wird es jedenfalls definitiv nicht geben. Der 17-Jährige hätte gestern fast im Alleingang den Außenseiter Eintracht Münster in die Endrunde geschossen. Alle sieben Tore der Eintracht erzielte Althaus höchstpersönlich, aber ein 1:4 im letzten Spiel des Abends gegen den SC Gremmendorf verdarb ihm und seinen Kollegen den Traum vom Weiterkommen. Statt Althaus und Co. löste stattdessen neben Gastgeber Gievenbeck mit dem VfL Wolbeck einer der üblichen Verdächtigen auf den letzten Drücker das Endrundenticket.


„Er hatte einen absoluten Welt-Tag“, lobte
Eintracht-Trainer Michael Kasprzak trotzdem noch einmal den Spieler des
Tages, der seine Führung in der Torjägerliste heute also nicht
verteidigen kann. „Wir haben aber nicht nur diesen einen Spieler,
sondern uns als Mannschaft eine Chance erarbeitet, mit der wir vorher
nie gerechnet hätten.“ Dabei stand allerdings schon immer Friedrich
Althaus an vorderster Front. Mit zwei Dreierpacks gegen Wolbeck (3:2)
und Amelsbüren (3:0) sicherte er seiner Mannschaft wichtige sechs
Punkte. Sein letztes Tor gegen Gremmendorf reichte dann aber nicht, um
den einen noch fehlenden siebten Zähler zu holen.

Nutznießer der Gremmendorfer Schützenhilfe war der punktgleiche VfL
Wolbeck. „Althaus haben wir bei der Niederlage gegen die Eintracht
einfach nicht in den Griff bekommen. Aber ansonsten sind wir schon
absolut zufrieden mit unseren Leistungen heute“, freute sich
VfL-Trainer Matthias Esser. „Auch beim 2:3 gegen Gievenbeck wäre ja
mehr möglich gewesen.“

Im Endeffekt entledigte sich der Landesligist FCG aber der Konkurrenz
ebenso konsequent wie unspektakulär. Bei vier Siegen in vier Spielen
bestand am Weiterkommen der Gievenbecker gestern sowieso nie irgendein
Zweifel. „Das war sicher kein guter Fußball von uns“, räumte Trainer
Christian Wielers ein, kündigte aber große Taten an: „Unser Ziel heißt
hier Finale, das haben wir von Anfang an gesagt. Dass wir heute gleich
in drei Spielen einen Rückstand noch in einen Sieg verwandelt haben,
zeigt ja die intakte Moral unserer Mannschaft.“

(c) 05.01.2010 Westfälische Nachrichten, Martin Jung