Eintracht fehlt ein Törchen

Münster – Jubelnde Sieger, enttäuschte Verlierer – auch Teil zwei der Zwischenrunde war am Mittwochabend mit großen Emotionen behaftet. Nach einem wahren Wechselbad der Gefühle qualifizierten sich in Gruppe drei A-Ligist SC Westfalia Kinderhaus und der UFC sowie die U 23 des SC Preußen und der FC Mecklenbeck in Gruppe vier für die Endrunde am Donnerstagabend. Auf der Strecke blieben – und das war die eigentliche Überraschung des Abends – Landesligist SC Münster 08 als ranghöchster Vertreter der Gruppe drei. Große Tragik begleitete auch das Ausscheiden des C-Ligisten Eintracht, dem am Ende ein Tor zum Weiterkommen fehlte. A-Ligist SW Münster 07 und B-Ligist Klub Mladost kamen über die Rolle des Punktelieferanten nicht hinaus und schieden ebenfalls aus.

Helmut Ossenbeck fand die treffenden Worte, um das zu beschreiben, was sich soeben in Gruppe vier abgespielt hatte. „Du kannst die besten Mannschaften der Welt einladen. Aber solch eine Spannung, wie sie hier heute Abend herrschte, kannst du nicht ein zweites Mal erzeugen“, sagte der Turnierleiter. Im letzten Gruppenspiel des Abends benötigte Eintracht gegen Klub Mladost einen 2:0-Sieg (oder höher), um neben dem SC Preußen die Endrunde zu erreichen. 4:32 Minuten vor dem Ende gelang dem Außenseiter tatsächlich das 1:0. Doch mehr Treffer wollten einfach nicht fallen. Der wackere C-Ligist, der zuvor den SC Preußen 3:1 bezwungen hatte, schied trotz einer Ausbeute von sechs Punkten aus. Tränen flossen. Die Enttäuschung war greifbar.

Dagegen jubelten auf der Tribüne Spieler und Verantwortliche des FC Mecklenbeck, die wegen eines mehr erzielten Treffers die Endrunde erreichten. FCM-Torwart Timo Höppner wusste jedenfalls, bei wem er und seine Teamgefährten sich bedanken mussten: „Ich habe darauf gehofft und auch daran geglaubt, dass Mladost sich im letzten Spiel nicht von Eintracht abschießen lassen würde. Obwohl es für Mladost um nichts mehr ging, hat die Mannschaft eine grandiose Einstellung an den Tag gelegt.“ Der Schlussmann hatte im Moment des Triumphes aber auch Mitgefühl für die beim Zieleinlauf unterlegenen Eintrachtler. „Beide Teams hätten es verdient gehabt, in der Endrunde zu stehen. Aber eine konnte es nur schaffen.“

Auch für den Sieger der Gruppe drei, Westfalia Kinderhaus, wurde es am Ende noch einmal eng. Nach einem 6:0 gegen Schwarz-Weiß und einem in der Art und Weise überragend herausgespielten 4:0 gegen Münster 08 schien der SCW das Ticket für die Endrunde bereits gebucht zu haben. Doch es war eine trügerische Bilanz. Denn im letzten Gruppenspiel geriet nach einem 0:3 gegen den UFC sogar das Weiterkommen noch in Gefahr. „Wir waren uns unserer Sache zu sicher. Aber wenn man mit 10:0 Toren und sechs Punkten ins letzte Spiel geht, dann redest du als Trainer wie gegen die Wand“, sagte Kruth. Schließlich freute er sich aber, dass seine Mannschaft mit einem blauen Augen davon gekommen war. „Wir sind in der Endrunde. Mehr wollten wir nicht.“

(c) 2010 Westfälische Nachrichten

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*Update*
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