Aasees Aufstellungs-Akrobaten retten die Serie

Von Robert Wojtasik / Durchgesteckt von BWA

(10.05.13) Das Aufstiegsbierchen können die Fußballer von BW Aasee nun kaltstellen. Nach dem 3:1 (2:0) im Spitzenspiel bei Eintracht Münster am Donnerstag reicht der Mannschaft von Trainer Olaf Buschkötter am Sonntag schon ein Unentschieden im Heimspiel gegen Teutonia Coerde zum vorzeitigen Gewinn der Meisterschaft.

Sowohl Eintracht als auch Aasee gingen personell stark geschwächt ins Top-Duell. Den Gastgebern fehlten unter anderem Christian Essing, Tammo Freudenberg und Stephan Pyka. Tobias Schmidt und Moritz Ludorf saßen nach längerer Pause nur auf der Bank. „Wenn dir gegen eine Mannschaft wie Aasee fast die ganze Offensive wegbricht wird’s halt schwer“, sagte Eintracht-Kapitän Niklas Eilmann. Bei den Gästen sah’s nicht viel besser aus: „Seit Samstag haben sich nicht weniger als sieben Spieler verletzt gemeldet“, klagte Co-Trainer Tobias Steens. Ersatz fanden die Blau-Weißen in den eigenen Reihen: „Wir müssen uns bei der zweiten Mannschaft für einige Verstärkung bedanken“, so Steens.

Kampschulte trifft früh

Zumindest Aasee kam mit den Umstellungen aber sehr gut zurecht. Bereits nach einer Minute schickten die Gäste den pfeilschnellen Patrick Kohl auf die Reise, der im Eins-gegen-eins mit Eintracht-Keeper Dominik Zellien aber zunächst noch scheiterte. Gleich der nächste Versuch der Gäste saß dann: Ein langer Diagonalball erreichte Julian Kampschulte, der die Nerven behielt und zu frühen Führung einschob (2.).

Die ersten 20 Minuten gehörten klar Aasee, bei denen besonders Kohl im ersten Saisoneinsatz für die Erste für mächtig Betrieb sorgte. Auf Pass von Stephan Uphues markierte der Rechtsaußen das 2:0 (13.). Kurz darauf setzte Kohl einen weiteren Versuch knapp drüber.

Der Rückstand lähmte die Eintracht, viele Bälle wurden von den galligeren Gästen schnell erobert. In dieser Phase spielte sich das Geschehen fast nur noch zwischen den beiden Strafräumen ab. Chancen wurden zur Mangelware, ohne aber dass das hohe Niveau darunter litt.

Aasee versuchte nach dem Seitenwechsel mit den Kräften hauszuhalten – aus gutem Grund: Mit Hendrik Aertken habe man an diesem Tag nur einen über längere Zeit einsatzfähigen Spieler auf der Bank gehabt, verriet Steens später.

Schmidt und Ludorf sorgen für frischen Wind

Die Gastgeber machten ihre Sache im zweiten Durchgang insgesamt etwas besser, auch weil die eingewechselten Ludorf und Schmidt noch mal frischen Wind brachten. Nach einer Freistoßflanke von Eilmann besorgte Ludorf den Anschlusstreffer (75.) – ein echtes Aufbäumen der Gastgeber blieb jedoch aus. Spätestens mit Kohls zweitem Treffer zum 3:1-Endstand war die Partie entschieden (88.).

„Die Jungs haben wieder einmal gezeigt, dass sie mit schwierigen Situationen umgehen können und wir uns auf den Kader in seiner Breite verlassen können“, sagte der stolze Aasee-Trainer Olaf Buschkötter. „Aasee hat verdient gewonnen. Für uns gilt es jetzt den zweiten Platz zu halten und auf eine Relegation zu hoffen“, sagte Eintrachts Eilmann.

Eintracht Münster – BW Aasee     1:3 (0:2)
0:1 Kampschulte (2.), 0:2 Kohl (13.),
1:2 Ludorf (85.), 1:3 Kohl (88.)