Hawk-Eye in der Kreisliga?

Von Dominik Bleckmann

Die Hawk-Eye-Technologie auf der heimischen Asche bei Eintracht Münster? Eine interessante Vorstellung…
In Hoffenheim wurde ein klares Tor vor einigen Wochen nicht gegeben, in der englischen Premier League gab es bereits am 1. Spieltag der Saison 2013/14 die erste Hawk-Eye-Entscheidung, wo die Torlinientechnologie zum Einsatz kam: No Goal! prangte auf der Anzeigetafel.

Die DFL wird die Torlinientechnologie in der Bundesliga nicht vor 2015 einführen, da es sich um ein noch nicht vollständig ausgereiftes System handelt, heißt es. Eigentlich sollen Fußballregeln von der Bundesliga bis zur Kreisliga gleich sein. Dass es dort immer wieder Differenzierungen gibt, zeigen einige Beispiele wie die gelb-rote Karte (wurde zur Saison 2013/14 angeglichen) oder die Möglichkeit bis zu drei Spieler so oft wie gewünscht ein- und auszuwechseln.

Umso mehr musste ich schmunzeln als ich den Brief des FLVW gelesen habe, in dem u.a. auch auf den Einsatz der Torlinientechnologie eingegangen wird – auch wenn die Relevanz natürlich eher eine untergeordnete Rolle spielt.

„Die Wettbewerbsorganisatoren entscheiden selbst, ob sie in ihren Wettbewerben die Torlinientechnologie einsetzen. Ist in einem Stadion ein Torlinientechnologie-System installiert, sollte es genutzt werden, da es für kein Team einen Vorteil bedeutet.“

Ahja… Grundsätzlich sind die Rahmenbedingungen für den Einsatz also geschaffen. Und sollte sich ein zahlungskräftiger Sponsor finden, könnten wir (als wahrscheinlich erster Verein in Deutschland…) die Torlinientechnologie installieren und einsetzen. Wer also das nötige Kleingeld mitbringt, kann bei uns ein kleines Stück Fußballgeschichte schreiben. 😉

Ein interessanter Gedanke, dass das Habichtsauge und nicht das menschliche Auge für die Aufklärung strittiger Entscheidungen bei Eintracht Münsters Fußball sorgt – aber eher eine nicht ganz ernst gemeinte Anekdote…

Quelle: flvw.de