„Ein geiler Verein“

Zu Beginn der Saison übernahm Srdjan Kosoric die Verantwortung als Trainer für die 1. Mannschaft von Eintracht Münster. Jetzt hat er nach einem halben Jahr ein erstes Fazit gezogen, welches hier im Interview mit der HEIMSPIEL zu lesen ist.

Von Mario Witthake – HEIMSPIEL, 12.12.2013

Srdjan Kosoric steht mit der Eintracht an der Spitze

EINTRACHT MÜNSTER. Am Wochenende hat die Eintracht gar nicht gespielt, ist aber der Gewinner des Spieltags. Unter anderem, weil die Konkurrenz von BW Greven bei Greven 09 II Federn ließ. Wir fragten bei Eintracht-Coach Srdjan Kosoric nach, der über eine famose erste Saisonhälfte zu berichten weiß.

Hallo Srdjan. Haben Sie Max Stahm (Trainer von Greven 09 II, d. Red.) schon einen ausgegeben?
 Nee, habe ich noch nicht. Ich habe ihm aber gesagt, dass wenn wir am Ende mit drei Punkten Vorsprung Meister werden, ich mich bei ihm erkenntlich zeigen werde… Im ernst: Ich kenne Max schon länger und wusste auch, dass es für die DJK gegen Nullneun eng wird. Dass es am Ende so gelaufen ist, ist für uns natürlich ideal.

Ihr Team hat drei Punkte Vorsprung und ein Spiel weniger als die Konkurrenz. Es läuft perfekt, oder?
 Ja, im Moment sieht es richtig gut aus. Das ist eine Riesennummer. Auch wenn vor der Saison jeder erwartet hat, dass wir da oben stehen, wissen wir das einzuschätzen. Wir hatten zwischendurch zehn, zwölf Ausfälle. Gerrit Nosthoff und Christian Essing waren verletzt. Niklas Eilmann und Christoph Pyka haben gar nicht gespielt. Vor der Saison dachten wir, ein 26-Mann-Kader sei zu groß. So haben wir alles richtig gemacht. Ich kann der Mannschaft nur ein Riesenkompliment machen.

Abgesehen vom 0:6 gegen Gelmer war Ihre Mannschaft sehr konstant…
 Ja, das war unsere große Stärke. In den Wochen, wo die anderen gepatzt haben, waren wir da. Gegen Gelmer waren wir grottenschlecht, aber man muss auch die Leistung des Gegners anerkennen. Da werden noch andere Mannschaften verlieren.

Sie sind mit vielen Spielern neu zu Eintracht gekommen. Was macht diesen Verein aus?
 Eintracht ist ein familiärer Verein, der vom Miteinander, der Stimmung und der Freundschaft lebt. Du hast hier Leute wie Friedel Bleckmann oder Heinz Sievert, die einen Riesenanteil an der Integration der Spieler haben. Heinz ist wie ein Vater für die Spieler. Drumherum wird so viel gemacht, das gilt auch für Spieler wie Lukas Wettwer oder Severin Pieper. Die Identifikation mit dem Verein ist hier sehr hoch.

Kommen noch mehr Spieler an die Pleistermühle?
 Wir haben drei, vier Anfragen, das kann aber noch länger dauern. Wir sind inzwischen sehr attraktiv, jeder weiß, was er an der Eintracht hat.

Warum schafft die Eintracht und nicht BW Greven, Gimbte oder Borussia II den Aufstieg?
 Ich sag‘ mal so: Wir sind einfach ein geiler Verein.

 

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Eintracht Münster – in der HEIMSPIEL